Bonbons

Bonsche, Bolchen, Bollo, Klömpkes, Gudsje , Guzzi , Gutsle, Zuckerl oder Zückerli genannt. Der Oberbegriff für diese Art harter Lutschbonbons ist Hartkaramell. Die spezielle Art unserer Bonbons, bei der Muster in den Bonbon eingearbeitet werden, nennt sich Rocks.
 
Wir lösen zunächst unseren guten Bio-Zucker in einen großen Kessel mit Wasser auf, geben Glukosesirup hinzu und kochen die Masse, bis das Wasser fast vollständig verdampft ist. Diese über 150⁰ heiße Masse wird auf einen Kühltisch gegossen, wo sie abgekühlt und dabei geteilt wird. Die unterschiedlichen Aromen, Säuren sowie Farben werden hinzugefügt und sorgsam untergeknetet. Einige Teile werden dann über einen großen Wandhaken gezogen. Dabei entstehen feine Luftfäden,  die die Bonbonmasse hell färben und porös machen. Jetzt werden die unterschiedlichen Teile nach einem ausgeklügelten Bauplan zu einem großen Bonbon zusammengesetzt, der dann zu einem Kegel geformt wird. Daraus werden wiederum fingerdicke Rollen gezogen. Wenn diese ein wenig abgekühlt und hart geworden sind, können sie in die fertigen Bonbons gehackt werden. An den glatten Bruchkanten ist jetzt in Klein das Motiv zu erkennen, das wir in Groß zusammengesetzt haben.
Die fertigen Bonbons haben einen Durchmesser von ca. 10mm und wiegen jeweils knapp 2 Gramm.
Der ganze faszinierende Herstellungsprozess lässt sich aber nur schwer in Worte fassen. Der wirkliche Zauber entsteht vor Ort in unserer Bonbonwerkstatt, untermalt von dem Duft der Aromen.
 

Zutaten

Produkte in guter Qualität herzustellen fängt ganz einfach an: Man nehme nur die allerbesten Zutaten! Im Bonscheladen verarbeiten wir ausschließlich Bio-Rohrzucker und Bio-Glukosesirup. Beides ist verglichen mit konventionellen Produkten sehr teuer. Aber nur so können wir sicherstellen, dass bei der Produktion die Umwelt nicht zu stark belastet wird, dass keine gentechnisch veränderten Stoffe verarbeitet werden und dass wir die bestmöglichen Rohstoffe zur Verfügung haben.
Unsere Farbstoffe sind alle pflanzlichen Ursprungs. Deshalb finden Sie auch keine blauen Bonbons in unserem Sortiment. Blauen Farbstoff verwenden wir nur auf besonderen Kundenwunsch, wenn wir eine Sonderanfertigung herstellen. Azo-Farbstoffe, die u.U. die Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen können, verwenden wir grundsätzlich nicht. Wir finden, dass es uns trotzdem gelingt, unsere Bonbons in einer bunten Farbenvielfalt zu gestalten.
Bei den übrigen Zutaten lassen wir uns ebenfalls nicht vom Preis leiten. Wichtig ist, dass die Aromen in unseren Bonbons einen guten, intensiven Geschmack entfalten. Bei den Temperaturen, denen die Aromen bei der Herstellung ausgesetzt sind, ist dies eine hohe Anforderung, denen einige natürlichen Aromen nicht gewachsen sind. In diesen Fällen greifen wir auf sogenannte naturidentische Aromen zurück.
Allerdings sind es hauptsächlich diese Aromen, die uns eine Bio-Zertifizierung nach der EU Öko-Verordnung unmöglich machen. Das ist schade, aber wir glauben, dass die Qualität und der Geschmack unserer Produkte wichtiger sind als ein Zertifikat.
Neben der Süße des Zuckers und den Aromen sind Fruchtsäuren der dritte Bestandteil unserer Bonbons, mit dem wir den Geschmack beeinflussen. Überwiegend verwenden wir Zitronensäure, wobei wir nur europäische Ware einsetzen (hier ist der Einsatz von transgenen Pilzeenzymen zu diesem Zwecke verboten), auch wenn diese deutlich teurer ist. Außerdem verwenden wir in einigen Sorten Apfel- oder Weinsäure, die noch einen anderen Geschmacks- und Sauereffekt bieten.

Ernährungseinschränkungen

Bis auf unseren Fudge (den wir aus Überzeugung mit frischer Bio-Sahne herstellen) und einige Sahnebonsche sind alle Bonbons frei von tierischen Zutaten. Auch Gelatine hat natürlich bei uns nichts zu suchen. Der überwiegende Teil unserer Produkte ist also auch für Menschen mit Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) geeignet sowie für Veganer und andere Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen gänzlich oder teilweise auf tierische Produkte verzichten wollen.
Sofern in unseren Bonbons Allergene enthalten sind, ist dies auf den Verpackungen kenntlich gemacht. Grundsätzlich versuchen wir, die Allergenbelastung möglichst niedrig zu halten. Da wir in unserem Betrieb unseren Fudge mit Sahne, Nüssen und zum Teil auch mit Keksen herstellen, können wir nicht ausschließen, dass minimale Spuren von Milchprodukten, Schalenfrüchten und Weizen auch in unseren anderen Produkten enthalten sein können. Erdnüsse verarbeiten wir überhaupt nicht.
Der von uns verwendete Bio-Glukosesirup wird zwar aus Weizenstärke hergestellt, ist aber nach den geltenden Bestimmungen nicht als Allergen kennzeichnungspflichtig, da im Rahmen des Herstellungsprozesses die glutenhaltigen Eiweißbestandteile vollständig zu Aminosäuren abgebaut werden. Nach allen vorliegenden Erkenntnissen können daher auch Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) problemlos unsere Bonbons genießen.
Unseren Bonbons wird kein Fruchtzucker zugesetzt, auch die Zutaten enthalten keinen Fruchtzucker. Allerdings ist es ein normaler chemischer Prozess, dass beim Kochen des Zuckers ein Teil der Saccharose in Monosaccharide (Frucht- und Traubenzucker) umgewandelt wird.
Für Diabetiker stellen wir eine kleine Auswahl an Bonbons her, die keinen Kristallzucker (Saccharose) enthalten. Stattdessen verwenden wir den Zuckeraustauschstoff Isomalt, ein aus Zuckerrüben hergestellter Zuckeralkohol, der vom Körper nicht aufgenommen, daher praktisch ohne Nährwert und für Diabetiker geeignet ist. Isomalt kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Er ist nur etwa halb so süß wie Saccharose, wir verwenden aber dennoch keinen Süßstoff oder Stevia. Daher schmecken diese Bonbons weniger süß als unsere anderen Bonsche.
Alternativ zu Isomalt wird mittlerweile oft Birkenzucker (Xylitol bzw. Xylit) verwendet. Diesem werden positive gesundheitliche Wirkungen nachgesagt, allerdings hat dieser einen deutlichen kühlenden Beigeschmack, ähnlich wie Menthol. Da wir auf keinen Fall möchten, dass der Geschmack unserer Bonbons beeinträchtigt wird, verzichten wir auf dessen Verwendung. Stevia (das ebenfalls einen bitteren, manchmal lakritzigen Eigengeschmack hat) verwenden wir ebenfalls nicht, zumal wir keinen Grund sehen, unsere Bonbons süßer zu machen.

Gesundheit

Da helfen auch die besten Zutaten nichts: Bonbons sind kein gesundes Lebensmittel! Daran ändert auch nichts, wenn die Bonbons das Bio-Siegel haben, zuckerreduziert sind oder ob ihnen Vitamine oder „Wachmacher“ beigefügt sind. Bonbons sind ein reines Genussmittel – und das soll unserer Meinung auch so sein!
Unsere Bonbons wiegen durchschnittlich ca. 1,8 – 2 Gramm und enthalten ca. 7 kcal pro Stück. (Zum Vergleich: Ein Glas Limonade oder eine Portion Kartoffeln enthalten etwa so viele Kalorien wie 20 von unseren Bonbons.)
Wer für seine (körperliche und seelische) Gesundheit und die seiner Kinder etwas Gutes tun will und sich trotzdem ohne schlechtes Gewissen ein paar Bonsche gönnen möchte, sollte ein paar ganz einfache Regeln beachten.

Gesunde und ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Betätigung sind die wichtigste Grundlage für den Erhalt der Gesundheit.

Regelmäßiges gründliches Zähneputzen ist eine Selbstverständlichkeit. Gönnen Sie sich (und ggfs. Ihrem Kind) darüber hinaus öfter am Tag einfach ein Glas Mineral- oder Leitungswasser: Das tut dem Körper gut, erfrischt und schützt die Zähne!

Vermeiden Sie vor allem den „versteckten“ Zucker: Energy-Drinks, Limonaden, Fruchtyoghurts und Milchmixgetränke enthalten bis zu einem Drittel Zucker, selbst mit Steaksaucen, Fertigmenüs und Tütensuppen nehmen Sie oft unbewusst mehr Zucker zu sich als mit einigen Bonbons.

Kleinstkinder unter 2-3 Jahren sollten noch keine Bonbons essen. Sie sind meist mit einem Brötchen oder einem Stückchen Obst genauso zufrieden. Außerdem könnten sie sich an den Bonbons verschlucken.

Unsere Bonbons sind etwas Besonderes – genießen Sie sie auch so. Uns ist es lieber, wenn viele Menschen jeweils nur wenige Bonbons essen, als Wenige ganz viele.

Verpackungs- und Aufbewahrungshinweise

Bonbons bestehen fast ausschließlich aus Zucker und sind daher sehr stark wasseranziehend (hygroskopisch). Selbst bei normaler Luftfeuchtigkeit ziehen sie die Feuchtigkeit aus der Umgebung und werden dadurch klebrig. Sie können die Bonbons davor schützen, indem Sie einige Hinweise beachten:

Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass die Bonbons nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen und die Gefäße immer wieder gut verschlossen werden. Je besser der Luftabschluss ist, desto weniger Feuchtigkeit können die Bonbons aufnehmen. Bitte bewahren Sie die Bonbons nicht in feuchten Räumen (wie z.B. Küche, Keller oder Schlafräume) oder im Kühlschrank auf, aber schützen Sie die Bonbons auch vor Wärme, starken Temperaturschwankungen oder direkter Sonneneinstrahlung.

In luftdicht verschlossenen Behältern wie Gläsern oder Kunststoffdosen sind die Bonbons am besten aufgehoben. Wenn Sie die Bonbons aus Tüten in solche Behälter umfüllen, achten Sie darauf, dass dies nicht bei hoher Umgebungsfeuchtigkeit gemacht wird, dass die Gefäße möglichst voll gefüllt und gut verschlossen werden und natürlich darauf, dass die Gefäße vollständig sauber und trocken sind. Metalldosen sind nicht gut geeignet. Auf keinen Fall sollten die Bonbons in Beutel aus Papier oder Zellophan oder gar in offenen Behältern aufbewahrt werden.

Unsere Verpackungen sollen die Feuchtigkeit der Umgebungsluft fernhalten, gut aussehen und die bunten Bonbons möglichst gut zur Geltung bringen. Am besten aufgehoben sind die Bonbons in den absolut luftdicht verschlossenen Gläsern, hier können die Bonbons problemlos über ein Jahr aufbewahrt werden. Unsere Beutel sind aus besonders starker OPP Folie hergestellt, hier kann die Umgebungsfeuchtigkeit nur sehr langsam durchdringen, dennoch ist die Haltbarkeit geringer als in den Gläsern (ca. 6 Monate). Allerdings betreffen diese Fristen nur das äußere Erscheinungsbild der Bonbons. Bonbons sind kein verderbliches Nahrungsmittel, Sie können sie also völlig bedenkenlos auch weit nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums verzehren.
Leider sind Verpackungsmittel aus nachwachsenden Rohstoffen wie Papier oder Zellophan für Bonbons nicht geeignet. Immerhin sind die von uns verwendeten Folienbeutel aus Polypropylen gut recycelbar. Auch bei den Glasverpackungen bauen wir darauf, dass unsere Kunden diese korrekt entsorgen, damit sie dem Recycling zugeführt werden können, oder wiederverwenden.